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So. 13.9.26 | 11:00 | Theater Wedel

Plädoyer einer Frau

Claudia Michelsen

Texte von Erich Kästner, Werke von Hollaender, Kreuder, Clapner u.a.

Claudia Michelsen, Rezitation & Frank Fröhlich, Gitarre

Sonntag, 13.9.26 | 11:00 Uhr

Theater Wedel, Rosengarten 9

Eintritt 30 €, Schüler und Studenten 10 €

Claudia Michelsen ist einem großen Publikum aus Polizeiruf 110, der Ku’damm-Reihe und von der Kinoleinwand vertraut. Bei den Wedeler Musiktagen ist sie im Theater Wedel aus nächster Nähe zu erleben – in einer literarisch-musikalischen Matinee mit Erich Kästners Frauenstimmen und Frank Fröhlich an der Gitarre. Rund 100 Plätze: näher kommt man ihr kaum.

Was sonst auf dem Bildschirm erscheint, steht hier leibhaftig im Raum: Claudia Michelsen liest Erich Kästners Frauenstimmen im Theater Wedel. Der kleine Saal mit rund 100 Plätzen macht aus dieser Matinee ein selten nahes Bühnenerlebnis.

Kästners Texte sind scharf, witzig und erstaunlich gegenwärtig. Sie blicken auf Rollenbilder, Erwartungen und persönliche Freiräume – mit jener Mischung aus Ironie und Genauigkeit, die bis heute trifft. Frank Fröhlich antwortet darauf mit der Gitarre: Schlager, Chansons, Gassenhauer, Klassiker der Unterhaltungsmusik und eigene Kompositionen treten mit Kästners Texten in ein lebendiges Spiel.

Ein Fernseh- und Kinostar, ein besonderer Theaterraum, ein Format voller Witz, Musik und literarischer Schärfe: Viel näher als bei diesen Wedeler Musiktagen wird man Claudia Michelsen kaum erleben.

Spielort

Theater Wedel

Theater Wedel

Rosengarten 9

22880 Wedel

Ein Theater in einer ehemaligen Maschinenhalle? Was andernorts als ungewöhnliche Nachnutzung gelten würde, ist in Wedel seit Jahrzehnten gelebte Kultur. Hinter den Mauern des Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäudes der Stadtwerke entstand mit großem handwerklichen Geschick und dem Engagement unzähliger Ehrenamtlicher ein Haus, das seinen industriellen Ursprung nicht verleugnet, sondern ihm eine neue Bestimmung gegeben hat: Wo einst Maschinen den Takt vorgaben, bestimmen heute Sprache, Schauspiel und Musik das Geschehen. 

 

Wer den Saal betritt, erlebt einen Ort, der auf Nähe setzt. Gut einhundert Zuschauer finden hier Platz – gerade genug, damit zwischen Bühne und Publikum jene besondere Konzentration entsteht, die jede Aufführung unmittelbar wirken lässt. Moderne Licht-, Ton- und Klimatechnik schaffen den passenden Rahmen, doch den eigentlichen Charakter des Hauses prägen bis heute die Menschen, die es mit Leben füllen: Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Techniker, Handwerker und zahlreiche ehrenamtlich Engagierte. Ein Ort, der zeigt, dass die überzeugendsten Bühnen manchmal dort entstehen, wo man sie am wenigsten erwartet. 

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